Das Gebiss ist Bestandteil des Zaumzeugs für Pferde. Sie ist ein Gebissstück mit Ringen an jeder Seite zum Einschnallen der Zügel. Die Trense besteht zu verschiedenen Zwecken aus verschiedenen Materialien und Formen.
Umgangssprachlich wird in Deutschland oft der gesamte Kopfteil einer Trensenzäumung als Trense bezeichnet. Reiter aus Österreich und Der Schweiz verstehen dies oft nicht. Die Trense wirkt im Unterschied zu Gebisslosen Zäumungen ausschließlich auf das Pferdemaul. Sie erzeugt – je nach Stärke des ausgeübten Zugs – Druck auf Zunge, Gaumen und Kinnladen des Pferdes. Die Dicke des Gebisses ist mitentscheidend für seine Schärfe. Je dünner das Gebiss ist, desto schärfer wirkt es auf das Pferdemaul, da es die Stellen des Mauls punktuell anspricht. Der Umkehrschluss, dass ein dickeres Gebiss auch immer weicher wirkt, gilt nur in einem relativ kleinen Rahmen, da ein zu dickes Gebiss für das Pferd ebenfalls schmerzhaft sein kann. Es sollte also in seiner Dicke immer möglichst genau an das Pferdemaul angepasst werden, idealerweise so, dass das Pferd unbeschwert mit dem Gebiss im Maul kauen kann, dabei aber auch nur minimal Platz bleibt.
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Materialkunde bei Gebissen:
Aurigan: Aurigan ist eine von der Firma Sprenger patentierte (und ausnahmslos von ihr vertriebene) Messing-Legierung. Es enthält einen hohen Anteil (etwa 85 %) an reinem Kupfer und kein Nickel. In der Regel findet man Kupfer immer in Verbindung mit Nickel, da es ein spezielles Reinungsverfahren erfordert, Kupfer von Nickel zu befreien. Der Kupfer-Anteil in Gebissen soll die Kautätigkeit fördern. Durch das Oxidationsverhalten von Kupfer entsteht ein süßlicher Geschmack („Sweet Iron“), welchen die Pferde gerne annehmen und deshalb auch besser darauf abkauen. Dennoch ist ein hoher Kupferanteil keine Garantie für die kaufördernde Oxidation. So werden die Oxidationseigenschaften deutlich vermindert, wenn Nickel in Verbindung mit Aluminium steht. Kupfer ist ein sehr weiches Material, weshalb im Normalfall auch die Abnutzung recht hoch ist. Aus diesem Grunde wurde der Legierung Silizium, welches eine extrem hohe Festigkeit hat, beigemischt.
Argentan: Argentan ist eine handelsübliche Legierung, auch bekannt als „Neusilber“ oder „German silver“, und besteht aus Kupfer, Nickel und Zink. Sie enthält meist 47-65% Kupfer, 12-25% Nickel und Zink. (Sprenger verwendet 60-65% Kupfer, 12-15% Nickel, und der Rest ist Zink). Argentan enthält einen verhältnismäßig hohen Anteil an Nickel, welches bekannt dafür ist, Allergien auszulösen.
Edelstahl: Intakte Edelstahlgebisse sind wegen ihrer Glätte und Haltbarkeit beliebt und außerdem unproblematisch in der Pflege.
Eisen: Fördert den Speichelfluss durch den Geschmack des Metalles.
Gummi: Gut eingespeichelt sicherlich ein weiches pferdefreundliches Material, aber bei schlecht kauenden Pferden hat es die Wirkung eines Radiergummis, der das Pferd ernsthaft verletzen kann. Es ist beobachtet worden, dass Pferde mit Gummigebissen im Laufe der Zeit abstumpfen können und schlechter auf die Reiterhilfen reagieren. Ein Gummigebiss sollte immer einen Metallkern haben, sonst kann es durchgebissen werden.
Kupfer: Kupfer selbst ist zu weich als Gebissmaterial, wird wegen seines guten Geschmacks aber gerne von Pferden angenommen. Daher wird es in vielen Gebissen entweder eingebettet oder als Grundlage für Legierungen verwendet.
Leder: Wenn gut gepflegt, das wohl pferdefreundlichste Material, bei schlechter Pflege aber sehr hart und rau.
Nathe: Nathe ist ein Kunststoff, der gerne für Gebisse verwendet wird, da er auch trocken sehr gut im Pferdemaul gleitet und von diesen gerne angenommen wird. Da er aber sehr weich ist, ist er wenig haltbar und wird recht schnell „durchgekaut“. Da die meisten Nathegebisse einen Drahtkern besitzen, sollte man sie deshalb häufig auf abgenutzte Stellen kontrollieren.
quelle: wilipedia.de